Besprechen Sie mit der Familie die Möglichkeit
eines Notfalls und sinnvolle Verhaltensmaßnahmen!
Stellen Sie sich einmal Folgendes vor:
Ein Strahlenunfall schneidet Sie von der
Außenwelt ab. Technische Pannen führen zu
Versorgungsengpässen. Die Stromversorgung
bricht zusammen. Sie können Ihr Heim nicht
verlassen. Ist Ihr Haushalt für diese Situation
wirklich gerüstet?
Ein einfacher Krankheitsfall, bei dem man das
Haus nicht verlassen kann, macht das Bevorraten
ebenso sinnvoll.
Außerdem – Unglücksfälle und
Katastrophen kündigen sich nicht lange vorher
an und - es ist niemand davor gefeit.
Unsere Profihelfer sind zwar rund um die Uhr
im Einsatz, im Fall einer Katastrophe können sie
jedoch nicht jeder Zeit und überall gleichzeitig sein.
Private Vorräte geben Ihnen die Möglichkeit so
lange in Ihrer Wohnung zu bleiben wie es die
Situation erfordert.
Bei einer Strahlenbelastung
aufgrund eines Kernkraftwerk Unfalles erfolgen bis
zu 80% der Strahlenbelastung durch die
Nahrungsaufnahme. Ein Lebensmittelvorrat kann
diese Belastung deutlich verringern. Und – sie
geben den Behörden Zeit, die Versorgung mit
unbelasteten Lebensmitteln zu sichern.
Tipps & Tricks, damit Ihre Bevorratung
klappt:
- Für eine ausgewogene Ernährung braucht
der Mensch – auch in Notfällen – drei Grundstoffe:
60% Kohlenhydrate, 12% Eiweiß und ca. 28%
Fette.
- Bei der Bevorratung müssen Sie vor
allem die individuellen Eßgewohnheiten und
Trinkgewohnheiten Ihrer Familie
berücksichtigen.
- Flüssigkeitsvorrat: pro Person ca. 2
Liter/Tag.
- Gehen sie auf die Wünsche ihrer Kinder
ein.
- Beachten Sie, dass Diätpatienten einen
entsprechenden Vorrat ihrer Spezialkost brauchen
und auch für Säuglinge und Kleinkinder ein Vorrat
an Kindernahrung angelegt werden muss.
- Wenn Sie Haustiere haben, dürfen Sie
nicht vergessen, dass auch sie einen Futtervorrat
brauchen.
- Besonders wichtig: Lagern Sie die Vorräte
richtig und achten Sie auf die Aufbrauchfrist der
Lebensmittel!
- Fachgeschäfte bieten Notvorräte an, die
15 Jahre und länger haltbar sind.
Beispiele für gut und lange haltbare
Lebensmittel:
Lebensmittel mit vielen Kohlehydraten sind
beispielsweise Honig, Zucker, Reis und Teigwaren,
Haferflocken, Zwieback und verpacktes Brot.
Viel Eiweiß enthalten Kondensmilch,
Haltbarmilch, Schmelzkäse, Dosenfische,
Dosenfleisch, Dauerwurst und getrocknete
Hülsenfrüchte.
Ihren Bedarf an Fetten decken Sie mit
Speisefett, Speiseöl, Margarine oder Butter.
Je nach Geschmack können Sie Ihren
Lebensmittelvorrat mit Dosengemüse,
Fertiggerichten, Kartoffelprodukten, Nüssen und
Löskaffee und Tee bereichern.
Gewürze nicht vergessen!
Nützen Sie die Einlagerungsaktionen
von Kartoffeln, Kraut, Rot- und Blaukraut, Rhone,
Sellerie oder Rettich, Rhone und Sellerie halten
besonders lange wenn sie sie in Sand
aufbewahren.
Apfelsorten wie Elstar, Jonagold, Idared oder
Boskop, lassen sich bei guten Lagerbedingungen -
Keller (Achtung: kein Heizungskeller) am besten
wäre ein Lehmkeller, eher dunkel und kühl - bis
Februar / März lagern.
Biologisch krisenfest: Der Vollwert-
Vorrat.
Alternative Lebensformen stehen heute hoch
im Kurs. Ihre gemeinsame Basis ist die gesunde
Ernährung auf der Basis des Getreidekorns.
Gerade das Getreidekorn ist für lange Lagerzeiten
ganz hervorragend geeignet und stellt eine lebende
Konserve dar. Es enthält sehr viele lebenswichtige
Vitalstoffe, Vitamine, Spurenelemente,
Mineralstoffe und Enzyme, und zwar genau im
richtigen Verhältnis.
Weitere wichtige Dinge für den Ernstfall!
- Eine gut ausgestattete
Zivilschutzapotheke kann mitunter Leben
retten!
- Kaliumjodidtabletten! Sie
schützen bei zeitgerechter Einnahme die
Schilddrüse vor Radiojod. Achtung: Erst nach
Aufforderung durch die Gesundheitsbehörde
einnehmen!
- Hygieneartikel
- netzunabhängiges Radio –
immer Reservebatterien lagernd haben. Der ORF
sendet im Ernstfall laufend die wichtigsten
Informationen für die Bevölkerung!
- Taschenlampen und Kerzen
- Reservekocher (z.B.
Campingkocher)
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