
|
| Beurteilung der Lawinengefahr! |
28-01-2009 | 16:23
|
 |
| Für viele Schifahrer treten Lawinengefahren völlig unerwartet auf! |
| |
 |
| Der Lawinenlagebericht ist eine
Informationsquelle zur optimalen Tourenplanung.
Weitere wichtige Elemente, die der Sicherheit im
Schnee dienen, sind eigene Verantwortung und
alpine Kenntnisse. Jeder Lawinenlagebericht enthält
die drei wesentlichen Elemente: Wetter,
Schneedeckenaufbau und Lawinengefahr. Die
aktuelle Wettersituation im Hochgebirge wird mit
ihren wichtigsten Elementen dargestellt:
Neuschnee, Wind, Verfrachtung,
Temperaturänderungen und Reifbildung. Je nach
Saison wird die Verteilung der Schneehöhen in den
verschiedenen Höhenlagen und der Aufbau der
Schneedecke beschrieben: Neuschneeschichten
und Gleithorizonte sowie größere Einwehungen in
bestimmten Hangrichtungen. Art der möglichen
Lawinenabgänge, Hangrichtungen und Höhenlagen
werden für die einzelnen Gebiete des Lageberichts
erklärt. Unterschieden wird auch nach der
Auslöseursache, ob durch eine zusätzliche
Belastung wie z. B. einen einzelnen Schifahrer oder
natürliche Faktoren wie Änderung in der
Schneedecke oder Atmosphäre. |
| |
Warum entstehen Lawinen und Tipps zur
Beurteilung der Lawinengefahr:
Frischer
Triebschnee:
„Der Wind ist der Baumeister der Lawinen“, dieser
Spruch ist fast 100 Jahre Jahre alt und mehr denn
je gültig. 90% der Unfälle der letzten Winter
passierten in Schneebrettern, die durch
Windverfrachtung entstanden.
Neue
Schneebretter:
Frisch abgegangene Schneebretter sind
verlässliche Zeichen, dass betreffende und
vergleichbare Hänge nicht gut gefestigt sind: Nichts
wie weg!
Durchfeuchtung:
Vor allem im Frühjahr, manchmal in tieferen
Regionen und auch schon jahreszeitlich etwas
früher sammelt sich Wasser an undurchlässigen
Schichten. Es bildet Gleitschichten, die für
Schneedecken wie Schmierseife wirken. Daher:
Aufgraben, auf Durchfeuchtung kontrollieren und
bei knietiefem Sulzschnee diese Hänge meiden!
Selten befahrene
Hänge:
An solchen Hängen ist die Schneedecke immer
deutlich schlechter verfestigt als an häufig
befahrenen Hängen, da sich schwache und
gefährliche Zwischenschichten ungestört ausbilden
können.
Wichtig ist natürlich
auch die richtige Ausrüstung:
Verschüttetensuchgerät (VS), Lawinenschaufel und
Sonde sollten in Rucksäcken von Tourengehern
oder Freeriders nie fehlen. Wie wichtig
diese „Kleinigkeiten“ sind, merkt man, wenn
versucht wird, mit bloßen Händen nach
Verschütteten zu graben: Keine Chance! Ebenso
wichtig ist rechzeitiges Üben mit dem
Verschüttetensuchgerät. Das Funktionieren der
Geräte soll vor jeder Tour bei allen Partnern
kontrolliert werden, das Gerät vom Beginn bis zum
Ende der Tour umgehängt und eingeschaltet sein.
Wer eigenes Können der Lawinenrettung erst beim
Unfall testet, wird mit Sicherheit böse
Überraschungen erleben. Zum Schock kommt sehr
rasch die Panik, die alles zusätzlich lähmt.
Abstände, Gruppengrösse:
Schneebretter werden immer durch
Zusatzbelastungen ausgelöst. Je mehr Leute in
einer Gruppe, desto größer muss deren Disziplin
sein, die notwendigen Abstände einzuhalten.
Minimum im Steilgelände mit mehr als 27° Neigung
(Spitzkehren beim Aufstieg) sind fünf Meter im
Anstieg und 50 Meter bei Abfahrten. Einzelnes
Fahren unter Beobachtung anderer
Gruppenmitglieder bringt nochmals Sicherheit. |
|