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| Ein Skihelm kann Leben retten! |
28-01-2009 | 15:59
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| Bundesländereinheitliche Regelung |
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| Dass man beim Skifahren bei einer
Geschwindigkeit von zehn Stundenkilometern
schwerste Schädelverletzungen erleiden könne,
darüber lässt der Wiener Unfallchirurg Christian
Gäbler keinen Zweifel! Durch das Tragen eines
Skihelms könnten immerhin 70 Prozent der
tödlichen Kopfverletzungen vermieden.
Seit dem schweren Skiunfall zwischen dem
Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus und
einer 41-jährigen gebürtigen Slowakin in der
Steiermark hat die Nachfrage nach Skihelmen laut
Sporthäusern in Österreich, Deutschland und der
Schweiz rapide zugenommen. Tendenz weiterhin
steigend.
Radfahrer und Snowboarder mit Helm sowie die
Helmpflicht für Kinder in vielen Skischulen hätten
laut Experten den Skihelm in den vergangenen drei
Jahren populär gemacht. Zwei Drittel der Kinder
und ein Drittel der Erwachsenen sollen Fachleuten
zufolge inzwischen mit Helm fahren. |
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Durch den Zusammenstoß von Althaus und der
Skifahrerin auf der Riesneralm wurde diese so
schwer verletzt, dass sie beim Transport ins Spital
starb. Die Unfallchirurgen warnen bereits seit
vielen Jahren vor einem Anstieg der
Schädelverletzungen im Wintersport, vor allem
auch beim Skifahren. Sie richten regelmäßige
Appelle an die Öffentlichkeit einen Helm zu tragen.
Der Kopf sei gefährdet wie eine Eierschale! „Wenn
man eine empfindliche Fracht transportiert, würde
man auch alles tun, um diese zu schützen", so Dr.
Gäbler gegenüber der Austria Presseagentur.
Mit Helm tödliche
Schädelverletzungen
vermeidbar
Der Helm bringt einen wesentlichen Vorteil: Die
Wucht des Aufpralls wird gedämpft. „Durch die
Dämpfung wird verhindert, dass man
Schädelfrakturen und Hirnblutungen erleidet, die
häufig zum Tod führen", so Gäbler. Ein Skihelm
kann Leben retten!
Auch wenn ein Helm nicht vor Stürzen schütze, die
Unfallfolgen können jedoch drastisch gemildert
werden. Viele Skiunfälle passieren ohne Einwirkung
anderer Personen. „Viele fallen einfach um oder
stürzen und prallen dann gegen eine harte Kante",
meint Gäbler, ein Helm könne da sehr viel Schutz
bieten.
Tipps zum
Helmkauf:
Möglichst zu Hartschalenhelmen aus stabilem
Kunststoff greifen.
Weiche Helme sind den Belastungen beim Ski- und
Snowboardsport
nicht gewachsen.
Darauf achten, dass der Helm auch mit einer Ski-
oder Sonnenbrille
bequem zu tragen ist.
Vor dem Kauf den Kopfumfang messen. Dazu muss
das Messband über
die Stirne und oberhalb der Ohren angelegt
werden.
Helme sollte man immer persönlich anprobieren.
Bei Kindern besonders auf einen guten Sitz und
Komfort achten. Ist
der Helm unbequem, tragen ihn die Kleinen
nicht.
Den Helm beim Probieren richtig aufsetzen, den
Kinnriemen
festziehen und versuchen, diesen mit einer
Rollbewegung nach
vorne auszuziehen. Er darf sich nicht abstreifen
lassen.
Das Fabrikationsdatum kontrollieren. Ein veraltetes
Modell bietet
eventuell nicht genügend Schutz.
Zur Reinigung verdünnte Seifenlösungen benutzen -
niemals
Lösungsmittel. Diese können den Helm
beschädigen und damit
ist der Schutz ein trügerischer.
Skihelmpflicht wird in mehreren
Bundesländern
geprüft
Nach mehreren schweren Unfällen in dieser Saison
wollen bereits drei Bundesländer eine Helmpflicht
auf den Skipisten einführen. Dies ergab eine
Umfrage der APA.
Salzburg, Vorarlberg
und
Kärnten prüfen die Möglichkeit einer gesetzlichen
Regelung, Oberösterreich äußerte sich vorsichtig
positiv.
Salzburg:
Möglichkeiten gesetzlicher
Regelungen
für eine vorgeschriebene Skihelmpflicht für Kinder
bis 14 Jahren werden in Salzburg geprüft. Generell
soll dieses Thema vermehrt im Bewusstsein der
Wintersportler verankert werden. Für eine
Helmpflicht für Kinder bis 14 Jahren spreche
beispielsweise das überdurchschnittliche Risiko für
Kopfverletzungen bei Kindern. In Salzburg gibt es
bereits seit dem Schuljahr 2007/2008 bei
Schulveran-staltungen eine Skihelmpflicht.
Appelliert wird an die Eigenverantwortung der
Gäste, aber auch der einheimischen Skifahrer,
beim Skifahren einen Helm zu benützen.
Kärnten: Für
Kinder und Jugendliche unter 15
Jahren will auch das Land Kärnten zumindest eine
Helmpflicht für Skipisten einführen. Die Helmpflicht
könnte schon für die kommende Wintersaison
eingeführt werden. Allerdings gibt es auch Stimmen
gegen eine verpflichtende Einführung. Es gebe bei
Schulskikursen ohnehin bereits diese Verpflichtung,
heißt es. Wichtig sei, dass auch die Erwachsenen
zum Skihelm greifen, dafür müsse man an der
Bewusstseinsbildung arbeiten.
Vorarlberg: I m
Ländle wurde ebenfalls
angekündigt, die etwaigen gesetzlichen
Möglichkeiten für eine Helmpflicht prüfen zu lassen.
Vor allem müsse geklärt werden, ob die Einführung
der Helmpflicht überhaupt in die Zuständigkeit des
Landes falle.
Steiermark:
In diesem Bundesland heißt es,
dass
das Thema Skihelme immer wieder diskutiert
würde. Ein Tragen von Skihelmen sei sicherlich
ratsam.
Oberösterreich: Hier
will man „das Thema
Sicherheit auf den Skipisten angehen, aber es nicht
nur auf die Diskussion um eine Helmpflicht
beschränken". Auch die Kennzeichnung von
Gefahrenstellen und kreuzungsfreie Trassen seien
entscheidend im Zusammenhang mit Unfällen. Eine
Helmpflicht habe Vor-
und Nachteile, die Vorteile lägen auf der Hand.
Vorsicht sei bei einer General-Reglementierung
geboten, wobei man eher für eine Helmpflicht sei,
als dagegen.
(Quelle: APA)
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