Land verstärkt Informationen über Masern-Ausbruch
04-04-2008 | 15:16

Burgstaller rät zur Impfung / Impfaktion gestartet
 
Das Land Salzburg legt auf Initiative von Gesundheitsreferentin Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller ein eigenes Informationsblatt zum Thema Masern-Erkrankung auf. "Dieses Informationsblatt steht ab sofort auf der Homepage des Landes unter www.salzburg.gv.at/masern.pdf zum Download bereit. Darüber hinaus wird das Informationsblatt in den nächsten Tagen an alle Schülerinnen und Schüler im Bundesland verteilt. Damit sollen Eltern, Lehrer und Schüler im ganzen Land kompakte Informationen zum Thema Masern bekommen", sagt Landeshauptfrau Burgstaller. Das Informationsblatt gibt Auskunft über Fragen zum Impfen und zum Krankheits- und Infektionsrisiko. Burgstaller ruft in diesem Zusammenhang alle Eltern auf, ihre Kinder impfen zu lassen, falls noch kein Impfschutz bestehen sollte. Auch Erwachsene bis zum Alter von 40 Jahren sollten sich impfen lassen, wenn sie die Masern noch nicht gehabt haben. "Das ist die einzig sinnvolle und wirksame Maßnahme, um die weitere Ausbreitung von Masern-Erkrankungen möglichst effektiv eindämmen zu können", betonte Burgstaller.
 
Die Gesundheitsreferentin rät allen Salzburgerinnen und Salzburgern zur Kontrolle des Impfpasses, am besten gemeinsam mit dem Kinder- oder Hausarzt des Vertrauens. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben über das Österreichische Impfkonzept die Möglichkeit, sich kostenlos impfen zu lassen – auch wenn die Impfung bisher versäumt wurde.

Impfaktion für Erwachsene zwischen 18 und 40 Jahren

Burgstaller begrüßt daher auch ausdrücklich die Impfaktion der Salzburger Apothekerkammer, die Apothekerkammer-Präsident Dr. Friedemann Bachleitner-Hofmann auf ihre Initiative hin heute startete. Die Aktion richtet sich an Erwachsene zwischen 18 und 40 Jahren und gilt ab sofort bis Ende April in allen 77 Salzburger Apotheken, der Aktionspreis für den Impfstoff beträgt 24 Euro (statt 29,35). "Die erwachsenen nicht geimpften Salzburgerinnen und Salzburger sollen in die Apotheken kommen, sich den Impfstoff besorgen und sich beim Arzt ihres Vertrauens impfen lassen. Da etwa drei bis fünf Prozent der geimpften Säuglinge nach der ersten Impfung keinen Schutz vor Masern entwickeln, wurde die zweite Masern-Impfung in Österreich gemäß dem Österreichischem Impfplan eingeführt. Diese soll bevorzugt im zweiten Lebensjahr des Kindes durchgeführt werden, wobei ein Mindestabstand von vier Wochen zur ersten Impfung empfohlen wird. Auch Erwachsene, die die Masern noch nicht durchgemacht haben, sollen sich impfen lassen, da diese Kinderkrankheit im Erwachsenenalter wesentlich dramatischer als bei Kindern verläuft. Wenn die Impfung wirksam war, ist mit lebenslangem Schutz zu rechnen", rät Apothekerkammer-Präsident Bachleitner-Hofmann, dem es gelungen ist, schnell und unbürokratisch diese deutliche Preissenkung des Masern- Impfstoffes mit dem Impfstoffhersteller zu vereinbaren. Die Salzburger Apothekerschaft ist seit Jahren ein wichtiger Partner des Landes bei Gesundheitsvorsorge-Maßnahmen.

Ärztekammer unterstützt Impfaktion

Die Salzburger Ärztekammer werde die Impfaktion ebenfalls nach besten Kräften unterstützen, die Ärzte werden für Masern-Impfungen ein reduziertes Impfhonorar von zwölf Euro verrechnen, sagte dazu Ärztekammer-Präsident Dr. Karl Forstner. Der Impfstoff sei auch bei den ärztlichen Hausapotheken zum Aktionspreis erhältlich, ergänzte Forstner. Dieses Impfhonorar fällt jedoch nur bei Erwachsenen an. Weiters wird die Landessanitätsdirektion über die Ärztekammer alle niedergelassenen Ärzte über den aktuellen Stand der Masern-Welle informieren, so Ärztekammer-Präsident Forstner. Landeshauptfrau Burgstaller bedankte sich bei der Salzburger Ärztekammer und der Apothekerkammer für die große Unterstützung der Maßnahmen, die den Masern-Ausbruch eindämmen sollen. Für Auskünfte rund um das Thema Masern steht die Landessanitätsdirektion von Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 18.00 Uhr und am Freitag von 8.00 bis 13.00 Uhr unter 0662/8042-2288 zur Verfügung. Für Informationen stehen selbstverständlich auch die niedergelassenen Ärzte zur Verfügung, gab Gesundheitsreferentin Landeshauptfrau Burgstaller abschließend bekannt.


 
   
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