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| Informationen zu Sturm und Orkan |
28-02-2008 | 12:54
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| Windgeschwindigkeit sowie Winddruck sind problematisch! |
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| Bei Sturm und Orkan mit anhaltend hoher
Windgeschwindigkeit sind vor allem der Winddruck
sowie die darauf noch aufsetzenden höheren Böen
problematisch. Achtung: Personen werden bei
Stürmen meist durch Bäume, herabfallende oder
herumfliegende Trümmer und Gegenstände
verletzt. Gefährlich werden Winde und Böen ab
einer Stärke von 8 auf der Beaufort-Skala. Die
Auswirkung der Windstärke ist wie folgt
beschrieben:
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BEAUFORT-
SKALA:
Stärke/
Bezeichnung/
Auswirkungen/ m/sek/
km/h
0/ Windstille/ Rauch steigt senkrecht auf/ 0,0 -
0,2/ bis 1
1/ leiser Zug/ Rauchablenkung sichtbar/ 0,3 -
1,5/ bis 5
2/ leichte Brise/ im Gesicht spürbar/ 1,6 - 3,3/ bis
11
3/ schwache Brise/ dünne Zweige bewegen sich/
3,4 - 5,4/ bis 19
4/ mäßige Brise/ Wimpel gestreckt, loses Papier
fliegt/ 5,5 - 7,9/ bis 28
5/ frische Brise/ größere Zweige bewegen sich/
8,0 -10,7/ bis 38
6/ starker Wind/ starke Äste bewegen sich,
knatternde Fahnen/ 10,8-13,8/ bis 49
7/ steifer Wind/ Bäume bewegen sich/ 13,9-17,1/
bis 61
8/ stürmischer Wind/ Autos geraten ins
Schleudern/ 17,2-20,7/ bis 74
9/ Sturm/ leichte Beschädigungen/ 20,8-24,4/ bis
88
10/ schwerer Sturm/ entwurzelte Bäume/ 24,5-
28,4/ bis 102
11/ orkanartiger Sturm/ schwere Zerstörungen/
28,5-32,6/ bis 117
12/ Orkan/ Verwüstungen/ über 32,6/
über 117
VORBEUGENDE
SCHUTZMASSNAHMEN:
• Stabile Dachkonstruktion und feste Verankerung
im Mauerwerk mit Hilfe von Mauerankern,
Schrauben und Metallbändern.
• Abspannen von Masten, Antennen und
Schornsteinen zur Verhinderung von
langperiodischen Schwingungen und periodische
Überprüfung derartiger Einrichtungen.
• Zusätzlich sollten in Warnsituationen Gerüste,
Werbetafeln, Markisen, Partyzelte, Abdeckplatten
und –planen fest verankert werden
• Schutz vor entwurzelten Bäumen in Hausnähe
durch entsprechenden Abstand oder
Zurückschneiden gebäudenaher Bäume auf
höchstens Firsthöhe.
• Vorbeugend sollten Sie in regelmäßigen
Abständen Dächer und Schornsteine auf lose
Dachziegel oder Bleche u.ä. überprüfen.
• Vorratshaltung von Ersatzdachplatten und Folien
zur temporären Vermeidung von Nässeschäden im
Schadensfall.
• Abdecken von Glasflächen im privaten Bereich
(Rollläden) und im Gewerbe, zum Beispiel bei
Gewächshäusern (hagelsichere Glastypen).
• Umrüstung auf hagelsichere Dächer durch
Betondachpfannen, verstärkte Bleche oder
Spezialfolien mit Kiesschüttung und
Seitenabdeckung.
• Nicht befestigte Gegenstände, die sich außerhalb
des Hauses im Garten befinden, in Sicherheit
bringen (z.B. Mülltonnen, Wäsche, Blumenkübel,
Werkzeuge, Gartenmöbel, usw.)!
Verhaltensregeln und Tipps bei schweren Stürmen
• Vorsicht bei Fahrten auf besonders exponierten
Straßenabschnitten und Brücken – vor allem
Gefahr für große Lastwagen und Wohnanhänger!
Beachten Sie die Tipps der Autofahrerklubs!
• Meiden Sie Fahrten durch Waldgebiet und Alleen!
• Vorsicht bei Freiluftveranstaltungen – es wird
empfohlen derartige Veranstaltungen aus
Sicherheitsgründen abzusagen.
• Fenster und Türen schließen (auch nicht kippen)!
Wenn vorhanden, Rollläden oder Fensterläden
schließen!
• Verlassen Sie bei Sturm die schützenden
Wohnräume nicht – Gefahr durch herabstürzende
Trümmer, Bäume oder elektrische Leitungen!
• Wenn Ihr Haus von hohen Bäumen umgeben ist,
halten Sie sich nicht im Dachgeschoß auf! Meiden
Sie auch Fensterflächen, die zu Bruch gehen
könnten!
• Meiden Sie den Aufenthalt in Parks, Waldgebieten
und auf Friedhöfen!
• Lassen Sie sich nicht von plötzlich eintretender
Windstille täuschen! Schalten Sie das Radio zur
weiteren Information über die Wetterentwicklung
ein!
• Wenn Sie sich im Freien aufhalten müssen,
meiden Sie die Nähe von Gebäuden Gerüsten,
hohen Bäumen und Strommasten!
• Parken Sie Fahrzeuge nicht in der Nähe von
Häusern oder hohen Bäumen! Parken Sie ihr
Fahrzeug in der Garage! Keine Unterführungen für
Parkzwecke benutzen, um Rettungskräften freie
Zugangswege zu den Einsatzorten zu gewähren.
• Bei Stürmen Zelte und Wohnwagen verlassen, da
aufgrund mangelnder Verankerung Umsturzgefahr
besteht.
• Überprüfen Sie vor dem Sturm ihre
Taschenlampen bzw. Notstromversorgung – Gefahr
von Stromausfällen
• Beginnen Sie allfällige Aufräumarbeiten erst nach
Ende des Sturmes. Achten Sie dabei auf
ausreichenden Abstand zu möglicherweise
einsturzgefährdeten Bauten sowie zu abgerissenen
Stromleitungen!
• Denken Sie auch an Menschen in Ihrer
Umgebung, die hilfsbedürftig sind oder die kein
Deutsch verstehen. Sie benötigen Ihre
Unterstützung.
HILFE DURCH DIE
FEUERWEHR UND DAS ROTE
KREUZ:
• ein flächendeckendes Feuerwehrsystem
garantiert in rasche Hilfe
• Bei Sturm kann es in der Regel innerhalb einer
kurzen Zeitspanne zu einer Vielzahl von
Schadensmeldungen kommen. Dies führt zu einer
entsprechend hohen Anzahl gleichzeitig zu
bewältigender Einsätze.
• Unter Umständen kann das Einsatzpotential der
Feuerwehr soweit ausgelastet sein, dass es zu
längeren Wartezeiten bis zum Eintreffen von
Hilfskräften kommt.
• Grundsätzlich wird jeder Anruf über die
Notrufnummer 122 aufgenommen und je nach
Dringlichkeit bearbeitet.
• Es ist wichtig, den Schaden möglichst genau zu
schildern, z.B. ob Personen verletzt sind -
Notrufnummer 144 - oder eine
weitere Gefährdung vorhanden ist.
• Aufgrund Ihrer Schilderung der Lage entscheidet
die Feuerwehr über die Dringlichkeit, um jedem
Hilfeersuchen, abhängig von der Schwere des
Ereignisses, schnell und gut nachzukommen.
WEITERFÜHRENDE
INFORMATIONEN:
www.zamg.ac.at – Zentralanstalt für Meteorologie
und Geodynamik
www.meteoalarm.at
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