Katastrophe und Chance
20-02-2008 | 13:33

DVD dokumentiert Hochwasserschutzmaßnahmen im Oberpinzgau
 
Im Juli und August 2005 wurde der Oberpinzgau von katastrophalen Hochwässern heimgesucht. Die Salzach und ihre Zubringer verursachten enorme Schäden in zweistelliger Millionenhöhe. Die Bundeswasserbauverwaltung erarbeitete rasch ein Gesamtkonzept für die sofortige Schadensbehebung, die Sofortmaßnahmen auf rund 25 Kilometern zwischen Wald und Mittersill wurden bis Ende 2006 umgesetzt. Die Gesamtkosten für diese Maßnahmen betrugen rund 10 Millionen Euro, die zu 85 Prozent vom Lebensministerium und zu 15 Prozent vom Wasserverband Oberpinzgau, also allen Oberpinzgauer Gemeinden aufgebracht wurden. "Dieses Projekt beweist, dass die Verbesserung des Hochwasserschutzes mit ökologischen Maßnahmen hervorragend und rasch in Einklang gebracht werden können. Besonders erfreulich ist, dass die Arbeiten auf einer DVD für die Öffentlichkeit aufbereitet wurden.
 
Das ist mir sehr wichtig, damit auch die Bevölkerung nachvollziehen kann, welche Maßnahmen in ihrer Region zu ihrem Schutz und zu einer verbesserten Lebensqualität gesetzt werden", erklärte Umweltminister Dipl.-Ing. Josef Pröll anlässlich der Fertigstellung der DVD über die Hochwasserschutzmaßnahmen im Oberpinzgau. "Ohne den besonderen Einsatz von Umweltminister Josef Pröll und Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer wäre es nicht möglich gewesen, diese umfangreichen und für den Schutz der Oberpinzgauer Bevölkerung dringend nötigen Maßnahmen so rasch zu finanzieren und umzusetzen. Die vom Landespressebüro produzierte DVD dokumentiert zum einen sehr eindringlich die unvorstellbaren Ausmaße des Hochwassers, zum anderen begleitet es die Arbeiten am Hochwasserschutz und zeigt, dass Schutz für die Menschen und ReÖkologisierung einer Flusslandschaft heute kein Widerspruch mehr sind", erklärte Landesrat Sepp Eisl. Schutz, Ökologisierung und Bahntrasse Bereits ein Jahr nach Ausführung der Maßnahmen zeigt sich, dass die Ziele des Gesamtkonzeptes erfolgreich umgesetzt wurden: Auf einer Länge von zirka 12 Kilometern wurde für Siedlungsgebiete und Verkehrswege eine ausreichende Hochwassersicherheit bis zu einem 100-jährlichen Hochwasser geschaffen. Ebenso wichtig war auch die Herstellung eines naturnäheren Zustandes der Salzach: Das Flussbett wurde auf rund neun Kilometern schutzwasserbaulich und ökologisch verbessert. Die sanierten Uferdämme, die zugleich die Trasse für die Pinzgaubahn darstellen, wurden bautechnisch in einer Qualität hergestellt, die die Wiederaufnahme des Bahnbetriebes ermöglicht. M36-80 (Die DVD ist zum Preis von 9,90 Euro im Landespressebüro, Telefon 0662/8042-2417, E- Mail: landespressebuero@salzburg.gv.at , erhältlich).


 
   
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